DWNRW-Studie: NRW kann auch digital!

DWNRW-Studie: NRW kann auch digital!

NRW kann auch digital und die DWNRW-Initiative hat in den letzten drei Jahren entscheidend dazu beigetragen! In einer Studie zur Digitalen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen wurden vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln die folgenden Fragen analysiert:

  1. Wie viele Startups gibt es in NRW, die ihre Wertschöpfung überwiegend im Netz erwirtschaften?
  2. Wo steht der Mittelstand in Nordrhein-Westfalen im Hinblick auf die digitale Transformation?
  3. Wie ist die digitale Reife der Industrieunternehmen in NRW?
  4. Welche Bedeutung messen die Industrieunternehmen einer Kooperation mit den digitalen Startups bei?

Die wichtigsten Ergebnisse lauten:

Aspekt Startups: Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen Ende 2016 schon 1.465 Startups der Digitalen Wirtschaft im Alter von unter zehn Jahren, deren Wertschöpfung überwiegend auf digitalen Prozessen basiert. Das sind deutlich mehr als noch vor drei Jahren. Ende 2013 konnten in NRW laut einer damaligen Studie nur 462 Startups der Digitalen Wirtschaft identifiziert werden (Kollmann et al., 2014). Digitale Startups werden vor allem in den großen Universitätsstädten Nordrhein-Westfalens gegründet. Wichtigste Standorte sind (in alphabetischer Reihenfolge) Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen und Köln als Städte. Hier sind 5 Standorte dabei, in denen nun auch die Digitalen Hubs der DWNRW-Initiative entstanden sind.

Erstes Zwischenfazit: In den drei Jahren der DWNRW-Initiative konnten nun über 1.000 neue Startups für die Digitale Wirtschaft in NRW registriert werden.

Aspekt Mittelstand: Im Hinblick auf die Digitalisierung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kann festgestellt werden, dass NRW leicht über dem Bundesdurchschnitt liegt, auch wenn dieser allgemein noch gering für das ganze Bundesgebiet ausgeprägt ist. Große Unternehmen sind in NRW bei der Digitalisierung schon deutlich weiter. Im Vergleich zu den kleinen KMU weisen die Unternehmen mit mehr als 249 Beschäftigten einen deutlich höheren Digitalisierungswert auf. Eine große Zahl an KMU hat überhaupt noch keinen Webauftritt und gilt damit als nicht-digital. Rechnet man diese Unternehmen heraus, würde sich der Digitalisierungsgrad für NRW im KMU-Bereich deutlich erhöhen. Das bedeutet auch, dass ein wichtiger Stellhebel zur Verbesserung der Digitalisierung für den Mittelstand dementsprechend die Heranführung der „Offliner“ an die digitale Welt ist.

Zweites Zwischenfazit: In den drei Jahren der DWNRW-Initiative konnte der Mittelstand im Hinblick auf den Digitalisierungsgrad immerhin schon knapp über den Bundesdurchschnitt gehoben werden.

Aspekt Industrie: Der Digitalisierungsgrad der Industrieunternehmen liegt im Durchschnitt fast dreimal so hoch wie im Mittelstand. Die großen Unternehmen in NRW gehören dabei zu den digitalen Pionieren in Deutschland. Industrieunternehmen aus unserem Bundesland ab 5.000 Beschäftigten kommen auf einen deutlich höheren durchschnittlichen Digitalisierungsindex als die Konkurrenz im Rest von Deutschland.

Drittes Zwischenfazit: In den drei Jahren der DWNRW-Initiative haben die großen Industrieunternehmen den digitalen Wandel nicht nur verstanden, sondern setzen ihn auch konsequent für sich um. NRW wird somit einmal mehr zum Paradebeispiel für einen industriellen Wandel, der diesmal digital ist.

Aspekt Kooperation: Ein Drittel der befragten Unternehmen kooperiert bereits mit Startups (35,3 Prozent). Davon entfallen schon 16,2 Prozent auf Kooperationen mit digitalen Startups. Gerade Kooperationen mit digitalen Startups werden von den Unternehmen als besonders wichtig angesehen. 18,3 Prozent der Industrieunternehmen, die mit digitalen Startups zusammenarbeiten, messen dieser Kooperation eine „große Bedeutung“ zu. Startups der Digitalen Wirtschaft bringen verstärkt spezielles externes Know-how in die Zusammenarbeit ein, das von den Industrieunternehmen als besonders wertvoll angesehen wird. Im Mittelpunkt steht der Bereich „Entwicklung neuer Geschäftsmodelle“. Hier ist die Kooperation gerade mit digitalen Startups besonders ausgeprägt. Kooperationen mit Startups werden überwiegend als Erfolg bewertet. Rund zwei von drei Unternehmen, die bereits heute mit Startups zusammenarbeiten, bewerten diese Kooperation als „sehr gut“ oder „gut“.

Viertes Zwischenfazit: In den drei Jahren der DWNRW-Initiative wurde die richtige Strategie mit den passenden Maßnahmen konzipiert und umgesetzt. Die Förderung der Kooperationen über die DWNRW-Hubs passt perfekt zu den Zielen der Akteure im Markt und die zugehörigen Plattformen werden als Hebel zum Digitalisierungsmotor für NRW werden.

Gesamtfazit: NRW kann auch digital und die DWNRW-Initiative hat in den letzten drei Jahren   entscheidend dazu beigetragen!

Weitere Details zur Studie und einen Download gibt es hier: Digitale Wirtschaft NRW_Endbericht

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